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Nolans "Odyssee": Gedreht in besetztem Dahkla in Westsahara

Christopher Nolans neuer Kinofilm „Odyssee“ wurde teilweise in Dahkla, einer Stadt in der besetzten Westsahara, gedreht. Schon vor einem Jahr hatte das Sahara International Film Festival Nolan aufgefordert, die Dreharbeiten dort zu stoppen und bereits gedrehte Szenen nicht im Film zu zeigen. Bis heute reagierte Nolan nicht auf die Forderungen. 

Die marokkanische Regierung nutzt Tourismus und kulturelle Events, um die Besatzung zu normalisieren. Der marokkanische Kulturminister Bensaid postete ein Selfie mit Nolan und sagte: „Odyssee“ würde „Dahkla und Marokko den Menschen näherbringen, die mit der Region und dem Land noch nicht vertraut sind.“ 

Die Westsahara war spanisch kolonialisiert und ist seit 1975 völkerrechtswidrig von Marokko besetzt, die indigenen Sahaurische wurden vertrieben. Die Unabhängigkeitsbewegung Frente Polisario fordert eine unabhängige Republik, seit 2020 kommt es fast täglich zu Kampfhandlungen entlang der Besatzungsgrenze.
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Geplantes Polizeigesetz für Schleswig-Holstein verschärft

Das geplante neue Polizeigesetz in Schleswig-Holstein soll nochmals verschärft werden. Während noch Beratungen innerhalb des Landtags laufen, hat die Regierungskoalition von CDU und Grünen einen Änderungsantrag vorgelegt.

Schon in der ursprünglichen Variante sollte automatisierte Datenanalyse sowie umfassende Videoüberwachung mit Gesichtserkennung eingeführt werden. Die Kameras sollten dabei auch Verhalten erkennen und Personen „verfolgen“ können.

Nun soll die automatisierte Videoanalyse erweitert werden und selbstständig erkennen, wenn Autofahrer:innen ein Handy in der Hand halten. Die Landesregierung begründet, dass mit dem Gesetz ein „höheres Maß an normenkonformem Verhalten“ bewirkt werden soll. Dazu soll auch die Hürde für heimliche Video- und Audioaufnahmen werden.

Der Landespolizei soll zudem der Einsatz bewaffneter Drohnen erlaubt werden. Zunächst, um „feindliche“ Drohnen abzuwehren, wobei Fangnetze zum Einsatz kommen könnten.
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Kursänderung: BPB will stärkeren Fokus auf „Linksextremismus“ setzen

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) kündigte an, künftig einen stärkeren Fokus auf "Linksextremismus" und "Islamismus" setzen zu wollen. Damit wolle sie sich wieder mehr ihrem „Kernauftrag“, nämlich „zentralen Zukunfts- und Stabilitätsfragen“ widmen. Diese Kurskorrektur geht mit dem Rücktritt des Präsidenten Sönke Rix einher.

In der Vergangenheit hatte die BPB ihre "Linksextremismus"-Definition bereits auf Drängen des Bundesinnenministeriums geändert. Wo vorher noch der Unterschied zu "Rechtsextremismus" im Bezug auf Freiheit und Gleichheitsvorstellungen betont wurde, liest sich die nun unwissenschaftliche Definition ähnlich der des Verfassungsschutzes.

Ein aufgedeckter Mailverkehr zwischen dem Innenministerium und dem BPB legt zudem offen, dass die BILD-Zeitung und der CDU-Politiker Thorsten Frei maßgeblich an der Änderung beteiligt waren. Auch das Ministerbüro von Horst Seehofer (CSU) war an den Vorgängen beteiligt, was zunächst verschleiert wurde.
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Flughafen Leipzig: Busfahrer findet Drohne mit Sprengsatz

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne gefunden, an der ein Sprengsatz befestigt war. Die Drohne befand sich in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs der Fluggesellschaft "Antonov Airlines", das mit Munition beladen gewesen sein soll. 

Offenbar schwebte die Drohne einige Zeit auf niedriger Höhe zwischen den ukrainischen Frachtflugzeugen, die Militärtransporte für mehrere EU- und NATO-Staaten übernehmen, bevor sie kurz vor Mitternacht von einem Busfahrer entdeckt wurde. Er holte sie mit den Händen aus der Luft und brachte sie zu Boden. Der Sprengsatz wurde von der Polizei entschärft und kontrolliert gesprengt. 

Nur kurze Zeit später soll ein Frachtflugzeug der DHL mit einem "unbekannten Gegenstand" in etwa 400m Höhe kollidiert sein und musste ungeplant in Hannover landen. Inwiefern die beiden Vorfälle in Verbindung miteinander stehen, ist unbekannt.
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El Niño: 50 Millionen mehr Menschen bis 2027 in Hungersnot

Das UN World Food Programme (WFP) sagt voraus, dass der mögliche „Super El Niño“ bis Ende 2027 weitere 50 Millionen Menschen in akute Hungersnot bringen wird. Selbst weniger stark ausgeprägt würde „El Niño“ die Lage in den 45 Ländern, die bereits von akuter Nahrungsunsicherheit betroffen sind, stark verschärfen. Dies betrifft vor allem Zentral- und Südamerika, die Karibik und das südliche Afrika.

Laut WFP sollen Auswirkungen mit Frühwarnsystemen und „vorausschauenden“ Hilfsmaßnahmen abgemildert werden. Allerdings sei die Finanzierung schon für eine vollständige Datenerhebung mangelhaft, während die Lebensmittelpreise während des Angriffskrieges auf den Iran stark angehoben worden seien.

„El Niño“ ist ein meteorologisches Phänomen, das die Temperatur des Pazifiks ansteigen lässt. Da der Pazifik ein Drittel der Erde bedeckt, beeinflusst dies das globale Wetter und führt zu Extremwetterlagen wie Dürren, Starkregen und Überschwemmungen. Die Erderwärmung durch die Klimakatastrophe verstärkt dies.
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Türkei: Erstes Gesetz im Friedensprozess

Nach Monaten der Verhandlungen scheint es in der Türkei eine Einigung auf einen Gesetzentwurf zum Friedensprozess zwischen der PKK und der türkischen Regierung zu geben.

Das Gesetz sieht vor, dass Ermittlungen wegen Mitgliedschaft in oder Unterstützungshandlungen für die PKK eingestellt werden und Personen, die dafür verurteilt wurden, vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Die Regelung tritt in Kraft, sobald der Nationale Sicherheitsrat die Entwaffnung und Auflösung der PKK bestätigt hat.

Es wird erwartet, dass mit Inkrafttreten des Gesetzes tausende politische Gefangene entlassen werden, sowie mehrere Tausend Exilpolitiker:innen und Kämpferinnen und Kämpfer zurückkehren können. Allerdings sind von dem Gesetz "Führungskräfte", sowie alle ausgenommen, denen vorgeworfen wird, an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben. Auch der rechtliche Status des PKK-Mitgründers Öcalan ist weiter nicht im Gesetz enthalten.
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AKWs aufgrund der Hitze abgeschaltet

In mehreren europäischen Ländern müssen Atomkraftwerke (AKW) abgeschaltet werden, da die Gewässer zu leer oder zu warm für ihre Kühlung werden. AKWs gelten als konstante Energiequellen, die vom Wetter unabhängig sind. Dies ändert sich derzeit mit dem Klimawandel.

In Ungarn musste das AKW Paks vom Netz genommen werden aufgrund des niedrigen Wasserstands der Donau. Das Kraftwerk deckt 40 bis 45 % des Strombedarfs von Ungarn. Die Menschen in Ungarn wurden von der Regierung zum Stromsparen aufgerufen.

In der Schweiz wurde das AKW Beznau abgestellt, aufgrund der hohen Wassertemperatur der Aare. In Rumänien sprengte die Armee einen Felsen eines Arms der Donau, um mehr Wasser zu dem AKW Cernavodă zu leiten. Nur ein Drittel der normalen Wassermenge floss zu der Zeit durch den Arm.

Auch in Frankreich stehen drei Reaktoren still, weil die Maas und Mosel einen zu niedrigen Wasserspiegel haben. Die Abschaltung der Atomkraftwerke führt in vielen Regionen zu einer Energiekrise.
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Kiew plant Ausländeranteil in Armee auf 50% aufstocken

Die ukrainische Armee plant, den Anteil von ausländischen Streitkräften auf bis zu 50% aufzustocken. Dies geht aus einem von Kiew im Juni angekündigten Reformplan hervor.

Aktuell dienen in der ukrainischen Armee knapp 16.000 Ausländer:innen aus rund 72 Staaten, davon sind allein 40% aus Südamerika. Die ukrainische Armee umfasst laut dem Präsidenten Selenskyj eine Gesamtzahl von 880.000 Soldat:innen.

Nach Angaben der dpa will die ukrainische Armee einen Sold von 5.800 Euro im Monat bieten. Bereits kurz nach dem Ausbruch des Krieges im Februar 2022 eröffnete die ukrainische Armee eine „Internationale Legion“.

Seit Beginn des Jahres sind bereits über 300 Beschwerden von ausländischen Soldat:innen eingegangen, die berichten, dass ihre Gehälter häufig ausbleiben oder zu spät ausgezahlt werden. Ebenfalls wird von einer defizitären Behandlung berichtet und von Schwierigkeiten bei der offiziellen Registrierung.
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Drei mutmaßliche Femizide in einer Woche

Am frühen Freitagmorgen hat in Siegen-Weidenau ein 28-jähriger Mann seine Ex-Partnerin während eines Streits schwere Stichverletzungen zugefügt. Am Abend habe er die Polizei verständigt, woraufhin nur noch der Tod der 22-Jährigen festgestellt werden konnte.

Zwei Nächte zuvor fanden Rettungskräfte eine schwerverletzte 37 Jahre alte Frau in Hanau, die kurz darauf ihren Verletzungen erlag. Zwischenzeitlich befand sich ein 23 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft, der in einer persönlichen Beziehung zu ihr gestanden habe. Laut Hessenschau sei er allerdings wieder entlassen worden, da keine eindeutige Todesursache festgestellt werden könne.

Am vergangenen Samstagabend hat ein Mann seine 46 Jahre alte Lebensgefährtin mit einem Messer angegriffen und sich daraufhin selbst verletzt. Die Frau verstarb, der 45-Jährige wurde noch vor Ort in Euskirchen festgenommen.

JugendInfo zählt damit 67 Tötungsdelikte an Frauen, bei denen es sich den öffentlichen Informationen zufolge mehrheitlich um Femizide handelt.
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Trotz Werksschließungen und Stellenabbau: Autokonzerne schütten Milliardendividende aus

Trotz des umfassenden Stellenabbaus und drohender Werksschließungen sowie Angriffe auf die 35-Stundenwoche schüttet die deutsche Autoindustrie weiter hohe Dividenden an ihre Aktionäre aus. VW, BMW und Mercedes kündigten zwischen April und Juni auf ihren Hauptversammlungen Renditen von über sieben Prozent auf ihre Aktien an. Pro Unternehmen sind das jeweils etwa 3 Milliarden Euro.

Alle drei Firmen haben umfassende „Sparmaßnahmen“ angekündigt, die aber scheinbar allein auf Kosten der Beschäftigten der Milliardenkonzerne gehen. VW will so in den nächsten vier Jahren insgesamt 100.000 Stellen abbauen. Bei BMW und Mercedes sind es ebenfalls jeweils mehrere Tausend. Mercedes hat zudem angekündigt, die von den Gewerkschaften erkämpfte 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich angreifen zu wollen und zur 40-Stunden-Woche zurückzukehren.

Die IG Metall hat für den Herbst weitere Proteste und Aktionen gegen den Kahlschlag angekündigt.
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In eigener Sache...

Liebe Leser:innen und Hörer:innen,

wir melden uns mal wieder als Redaktion aus dem Off. Fast 10.500 Follower:innen auf Telegram und mehr als 83.000 bei Instagram zeigen uns die Bedeutung unabhängiger Medien und alternativer Berichterstattung.

Wir brauchen dafür Reflexion und Wissen: Deshalb werdet ihr nun eine Woche weniger von uns hören. Wir kommen in der Zeit als Redaktion zusammen, um uns weiterzubilden und unsere Arbeit auszuwerten.

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Ab nächsten Montag sind wir wieder wie gewohnt für euch da.

Eure JugendInfo-Redaktion
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Klimakrise trifft europäische Landwirtschaft

Rekordhitze und Ernteausfälle bringen die Landwirtschaft in Not.
Extreme Hitzewellen und anhaltende Trockenheit führen in Europa zu starken Ernteausfällen.

Frankreich verzeichnet dabei einen Rückgang von 4,1 Millionen Tonnen Getreide. Die europäische Maisernte sinkt voraussichtlich um 19% unter den Fünfjahresdurchschnitt, was die Preise an den internationalen Märkten massiv steigen lässt.

Neben Getreide meldet der französische Obst- und Gemüsebau Schäden von rund 20%; bei Kirschen liegen die Verluste lokal sogar bei über 80%.
Auch die Tierhaltung leidet massiv unter den Temperaturen. In Frankreich starben bereits 700.000 Hühner an den Folgen der Klimakrise, die Milchproduktion ging spürbar zurück.

Experten schätzen den finanziellen Schaden für europäische Getreidebauern auf rund zwei Milliarden Euro. Angesichts knapperer Bestände warnen Branchenverbände vor einem neuen „Paradigma der Knappheit“.
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Neuer Zivildienst und Standorte für den Wehrdienst

CDU-Fraktionschef Thorsten Frei hat vergangene Woche bestätigt, dass sich die Regierung auf den Fall der Rückkehr zur Wehrpflicht und auch zum Zivildienst vorbereitet.

Frei spricht von den Vorbereitungen für alle „Eventualitäten“. Sollte die Wehrpflicht wieder eingeführt werden, solle es auch eine Art von Zivildienst geben. Dies wurde vergangene Woche vom Bundesfamilienministerium bestätigt. Zur Vorbereitung habe man bereits bei mehreren Organisationen nach Kapazitäten gefragt.

Außerdem werden nun in fünf Orten Maßnahmen eingeleitet, um diese für den neuen bereits existierenden Wehrdienst vorzubereiten. Konkret geht es um ehemalige Kasernen in Sigmaringen, Kusel, Speyer, Soest und Friedberg. Alle Standorte sollen für das Heer genutzt werden.

Da bis 2035 insgesamt mind. 200.000 Reservist:innen ausgebildet werden sollen, fehlt es der Bundeswehr an Infrastruktur. So sind an 27 weiteren Standorten ähnliche Ausbauten geplant.
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Femizide in Werther und Siegen

In Werther ist am Sonntag eine Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Verdächtigt wird ihr Ex-Freund, dieser sitzt nun in Untersuchungshaft.

Die 36-Jährige wurde vermutlich mit einem Küchenmesser getötet. Dieses wurde am Tatort gefunden. Noch am selben Tag stellte sich der 33-jährige Ex-Freund der Polizei in Halle, am Montag wurde er dem Haftrichter in Bielefeld vorgeführt.

Bereits zwei Tage vorher, am Freitag, war eine 22-jährige Frau in Siegen-Weidenau ebenfalls tot aufgefunden worden. Auch hier sitzt der verdächtige Ex-Freund wegen Totschlags in Untersuchungshaft. Dieser soll die Frau nach einem Streit ermordet haben. Beide Fälle reihen sich in eine Serie von Femiziden in Deutschland ein.

Somit stirbt fast jeden Tag eine Frau in Deutschland an patriarchaler Gewalt, versuchte Tötungsdelikte sind sogar noch häufiger. Die Täter sind zumeist die (Ex-)Partner oder enge Familienmitglieder der ermordeten Frauen, und nur in sehr seltenen Fällen sind es ihnen unbekannte Personen.
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Schweres Erdbeben in Kolumbien

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montagmorgen den Westen Kolumbiens erschüttert. Das Epizentrum lag nahe der Kleinstadt San José del Palmar in einer Tiefe von etwa 103 Kilometern. Nach offiziellen Angaben kamen mindestens 132 Menschen ums Leben, während über 2.000 Personen als vermisst gelten. Es finden noch Bergungsarbeiten statt, daher werden die Zahlen voraussichtlich weiter ansteigen.

Besonders schwer getroffen wurden die Städte Cali und Pereira.
Präsident Abelardo de la Espriella rief an seinem dritten Tag im Amt den nationalen Notstand aus. Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden.

In Cali und Pereira wurden nächtliche Ausgangssperren verhängt; zudem wurden 1.000 zusätzliche Sicherheitskräfte mobilisiert, um Plünderungen zu verhindern. Aufgrund struktureller Schäden stellte die Zivilluftfahrtbehörde den Betrieb an sieben Flughäfen vorübergehend ein. Global haben mehrere Länder bereits finanzielle und personelle Hilfe zugesagt.
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Türkisches Parlament beschließt Rahmengesetz

Das türkische Parlament hat das sogenannte „Rahmengesetz“ für den Friedensprozess mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) beschlossen. Neben der Regierung aus AKP, MHP und Hüda Par stimmten auch Oppositionsparteien für das Gesetz, darunter die linken Parteien DEM, EMEP, TIP, sowie Yeni Yol. Auch die meisten CHP-Abgeordneten stimmten dem Gesetz zu. Bei der kürzlich abgespaltenen Yeni Parti waren es nur 35 von 91.

Das Gesetz soll dem Prozess das erste Mal eine rechtliche Grundlage geben. Zentrale Forderungen nach Demokratisierung und Rechtsstaatlichkeit, die die Opposition immer wieder stellt, sind in dem Gesetz nicht enthalten.

Damit das Gesetz in Kraft tritt, muss der nationale Sicherheitsrat die Auflösung der PKK bestätigen. Danach könnten tausende politische Gefangene freigelassen werden, sowie Kämpfer:innen und Exilpolitiker:innen aus dem Ausland zurückkehren. Hierzulande forderte Linken-Politiker Ramelow nun auch, das PKK-Verbot in Deutschland aufzuheben.
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US-Unternehmen wird Militärbasis in Gaza bauen

Wie diese Woche bekannt wurde, ist ein erster Vertrag zum Bau einer Militärbasis in Gaza unterzeichnet worden. Den Zuschlag erhielt ein Unternehmen aus Louisiana, USA. Es handelt sich um den ersten Bauvertrag im Rahmen des „Friedensrats“, eines Investmentprojekts, das im Frühjahr von der US-Regierung ins Leben gerufen worden ist.

Die Militärbasis soll im israelisch kontrollierten Teil des Gazastreifens als Stützpunkt der International Stabilization Force (ISF) entstehen und in ihr 150 marokkanische Soldaten stationiert werden.

Die ISF ist eine multinationale Militärkraft, die offiziell als Teil des Gaza-„Friedensplans“ beim Aufbau einer palästinensischen Polizei und bei der Demilitarisierung Gazas helfen soll. Der Plan zur Entstehung der ISF wurde ohne palästinensische Mitsprache entwickelt.

Laut Zahlen der UN leben aufgrund der anhaltenden Zerstörung rund 90% der Bevölkerung des Gazastreifens ohne festes Obdach. Wann der Wiederaufbau ziviler Infrastruktur beginnen kann, bleibt unklar.
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Tote bei Protesten in Pakistan

Seit Anfang Juni kommt es im pakistanisch verwalteten Jammu und Kashmir zu Protesten gegen Korruption und hohen Preisen. Zudem wird die Abschaffung der zwölf Parlamentssitze gefordert, die seit 1942 Geflüchteten aus dem indisch verwalteten Teil der Region vorbehalten sind.

Das Jammu Kashmir Joint Awami Action Committee (JAAC), welches die Proteste organisiert, kritisiert, dass die Nachkommen der damals Geflüchteten seit Jahrzehnten nicht mehr vor Ort leben und deswegen lokale Entscheidungen nicht mitbestimmen sollten. Außerdem würden die Sitze mehr Einflussnahme seitens der pakistanischen Regierung bieten und Korruption ermöglichen.

Das pakistanische Militär reagierte auf die Proteste mit tödlicher Gewalt. Bis zum 28. Juli wurden bis zu 89 Tote gemeldet. Internet und mobiles Netz sind weitestgehend abgeschalten, die Berichterstattung wird zensiert. Zudem ist eine Ausgangssperre in Kraft und das JAAC wurde vom pakistanischen Staat verboten. Noch steht kein Wahlergebnis fest.
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Palantir vermeidet Steuern weltweit

Für das Jahr 2025 hat der US-Techkonzern Palantir auf einen Profit von 1,66 Milliarden US-Dollar nur 22,7 Millionen US-Dollar Steuern gezahlt. Das entspricht global betrachtet effektiv einem Steuersatz von rund 1,4 Prozent. Dies geht auf einen Bericht des Center for International Corporate Tax Accountability and Research (CICTAR) zurück.

In den USA zahlt der Konzern so gut wie keine Einkommensteuer. Durch weitere Vergünstigungen sollen laut dem Bericht auch die nächsten 16,5 Milliarden Profit davor bewahrt sein.

Verträge in anderen Ländern werden meist direkt über den US-Mutterkonzern abgewickelt, während z. B. europäische Tochterfirmen nur geringe Servicegebühren abrechnen. In Spanien flossen so über 70 Prozent der Einnahmen als Lizenzgebühren an die US-Zentrale.

Mehr als die Hälfte des Palantir-Umsatzes stammt aus Staatsaufträgen, die vor allem Überwachungssoftware bereitstellen sollen. In Deutschland nutzt die Polizei in Hessen, NRW und Bayern Software von Palantir.
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